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KulTours-Zeitgeschichte: Die Dichterin Agnes Miegel (1879-1964)
Warendorf: Bevölkerung gegen Umbenennung des Agnes-Miegel-Weges
Die große Mehrheit der Bevölkerung der Stadt Warendorf ist gegen eine Umbenennung des Agnes-Miegel-Weges. Das ergab eine Internet-Umfrage der Westfälischen Nachrichten deren Ergebnis Anfang Juli 2010 veröffentlicht wurde. Danach votierten über 65 % der Bürger für die Beibehaltung des Straßennamens. Auch alle wichtigen Experten für Leben und Werk der bedeutendsten ostpreußischen Dichterin sprechen sich eindeutig gegen Straßenumbenennungen aus. Seit Februar 2011 sind daher alle Umbenennungsversuche in den Städten und Gemeinden von den Stadt- und Gemeinderäten abgelehnt worden - zuletzt in Mainz-Finthen, Sankt Augustin, Bergkamen-Oberaden, Gronau, Bergisch Gladbach, Goslar, Herzberg und Bohmte. Unterdessen blockierte der Ardey-Verlag aus Münster, welcher ein Tochterunternehmen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) ist, die Veröffentlichung eines Buches, das die These von der "NS-Dichterin Agnes Miegel" eindeutig widerlegt - ein Fall von Zensur?
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Historiker, Literaturwissenschaftler und die wichtigsten Experten für Leben und Werk der Dichterin sind gegen Umbenennung
Der renommierte Historiker Prof. Dr. Paul Leidinger, emeritierter Professor der Universität Münster sagt in einer Stellungnahme zu Agnes Miegel aus dem Jahre 2010 folgendes: "Die NS-Partei umwarb 1933 die erfolgreiche und anerkannte Dichterin, die keine Anhängerin der Ideologie dieser Partei war, sondern einen jüdischen Bekanntenkreis u.a. mit Martin Buber hatte." Weiter heißt es u. a. "Für ihre weitgehend unpolitische Einstellung spricht, dass sie erst 1937 der NS-Frauenschaft und 1940 der NSDAP – wie weit unter politischem Druck? – beitrat, also keineswegs als fast 60-Jährige zu den ideologischen und politischen Scharfmachern des NS-Systems gehörte." Die gesamte Stellungnahme ist hier nachzulesen.
Der Historiker Dr. Michael Gehler, Institutsleiter für Geschichte an der Universität Hildesheim, ist ebenfalls eindeutig gegen eine Umbenennung von Agnes-Miegel-Straßen. In einem umfangreichen Interview der Hildesheimer Zeitung Kehrwieder am Sonntag vom 13.2.2011 sagte er u. a. folgendes: "Miegel hat erzieherisch und schriftstellerisch viel geleistet und Heimat thematisiert, was nach dem Krieg viele Menschen tief berührt hat. Sie erlebte eine Diktatur und konnte sich das Regime nicht aussuchen. Zu betrachten ist das gesamte Leben dieser Frau. Wenn man sich nur Einzelteile aus der Biographie herauspickt, ist das einseitig. Das Gesamtbild wird so entstellt. Dann müssten wir auch den Namen des späteren Hitler-Attentäters von Stauffenberg streichen, weil er bis 1938 Anhänger Hitlers und Befürworter des Nationalsozialismus war." Den vollständigen Zeitungsartikel finden Sie hier:
Der Schriftsteller und Literaturdozent Dr. Bodo Heimann lehrte an der Christian-Albrechts-Universität Kiel Neuere Deutsche Literatur, war als Professor der University of Alberta in Edmonton (Kanada) tätig, ist Vorsitzender der Goethe-Gesellschaft Kiel und erhielt verschiedene Literaturpreise. Auch Heimann hat sich intensiv mit Leben und Werk Agnes Miegels beschäftigt und steht den Vorwürfen gegen die bedeutendste ostpreußische Dichterin mit großer Skepsis gegenüber. Die Veröffentlichung seiner wissenschaftlichen Abhandlung ist im Rahmen der Aufsatzsammlung "Agnes Miegel - Ihr Leben, Denken und Dichten von der Kaiserzeit bis zur NS-Zeit" (siehe unten) nachzulesen.
Auch der bekannte Literaturwissenschaftler und Historiker sowie Vorsitzende der literarischen Wilhelm-Raabe-Gesellschaft in Braunschweig Dr. Gerd Biegel stellt in seiner gutachterlichen Dokumentation "Straßenbenennung nach Agnes Miegel in Braunschweig" aus dem Jahre 2011 zahlreiche Argumente vor, die gegen eine Umbenennung sprechen. Viele Argumente gegen die Dichterin werden hingegen als nicht haltbar bloßgestellt.
Die Literaturwissenschaftlerin und Miegel-Biographin Dr. phil. Marianne Kopp aus Stadtbergen gilt als die vielleicht bedeutendste Autorität in Sachen Agnes Miegel. Seit über 25 Jahren beschäftigt sie sich intensiv mit Leben und Werk der Dichterin und hat zahlreiche wissenschaftliche Texte über die Dichterin verfaßt. Sie ist auch Vorsitzende der literarischen Agnes-Miegel-Gesellschaft in Bad Nenndorf. Auf den Internet-Seiten der Agnes-Miegel-Gesellschaft (www.agnes-miegel-gesellschaft.de) erhält man wissenschaftlich fundierte Informationen über die Dichterin. In einem Gutachten der Agnes-Miegel-Gesellschaft aus dem Jahre 2011, welches unter ihrer Mitwirkung entstand, wird eindeutig belegt, daß eine Umbenennung von Agnes-Miegel-Straßen wissenschaftlich nicht gerechtfertigt ist. Lesen Sie das Gutachten hier:
Münster: LWL-eigener Verlag und Literaturkommission im Zwielicht - entlastendes Agnes-Miegel-Buch darf im Ardey-Verlag nicht erscheinen. Zeitungen berichten über merkwürdige Vorgänge im Zusammenhang mit der gescheiterten Buchveröffentlichung.
Die Agnes-Miegel-Gesellschaft hatte im Jahre 2010 eine Wissenschaftliche Tagung zum Thema "Agnes Miegel - Ihr Leben, Denken und Dichten von der Kaiserzeit bis zur NS-Zeit" durchgeführt. Renommierte Wissenschaftler präsentierten hochrangige Referate, und so entschloß sich die literarische Gesellschaft, einige Referate in Buchform zu veröffentlichen. Man entschied sich für den Ardey-Verlag in Münster. Ende April 2011 wurde das fertige Manuskript dem Verlag übergeben. Dieser akzeptierte das Werk, sodaß man am 11. Mai 2011 einen Verlagsvertrag schloß. Die ausschließlichen Rechte zur Vervielfältigung und Verbreitung des Buches bekam der Verlag übertragen. Dieser mußte sich im Gegenzug verpflichten, das Werk zu vervielfältigen und zu vertreiben. Vereinbart wurde weiterhin, daß das Buch bei einer Pressekonferenz am 7. Juli 2011 der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollte.
Am 6. Juli 2011 wurde der Herausgeberin Frau Dr. Marianne Kopp plötzlich mitgeteilt, der Verlag habe die Pressekonferenz abgesagt und werde das Buch nicht vertreiben - mit fadenscheiniger Begründung, die sich auf eine einzige Textstelle auf einer von 142 Seiten bezog. Inzwischen waren schon Hunderte von Exemplaren des Buches an die Mitglieder der Agnes-Miegel-Gesellschaft sowie an die wissenschaftlichen Bibliotheken in Deutschland ausgeliefert worden. In den vergangenen Wochen gab es bei der Agnes-Miegel-Gesellschaft eine Vielzahl von Anfragen nach dem Buch, welche - da die Vorräte schon seit geraumer Zeit aufgebraucht sind - nicht mehr befriedigt werden können.
Um zu verstehen, wie es zu dem völligen Sinneswandel des Verlages bezüglich des Werkes gekommen sein könnte, sollte man zunächst wissen, daß der Verlag eine verbandseigene Tochterfirma des LWL (Landschaftsverband Westfalen-Lippe) ist. Die Landschaftsverbände wiederum unterstehen dem nordrhein-westfälischen Innenministerium. Die Literaturkommission des LWL (wie der Ardey-Verlag ansässig in Münster) veranstaltete nur 6 Tage nach der einseitigen Aufkündigung der Vertragsverpflichtungen durch den Verlag, also am 12. Juli 2011, in Münster eine Tagung unter dem Titel "Fragwürdige Ehrungen". In einem Referat beschäftigte sich der Mitarbeiter der Literaturkommission Dr. Steffen Stadthaus u. a. mit Agnes Miegel, die er in einem sehr negativen Licht darstellte. Das Referat ähnelte, nach Angaben von Teilnehmern, Aussagen in dem unwissenschaftlichen Laienlexikon "Wikipedia". Das Buch, welches nicht erscheinen durfte, hätte Stadthaus' Thesen von der "NS-Dichterin" Agnes Miegel hingegen nachhaltig widerlegt und seine Argumentation völlig zum Einsturz gebracht. In jedem Falle behindert das Verhalten des LWL und seines Verlages bezüglich des neuen Miegel-Buches erheblich eine freie und demokratische Meinungsbildung zu Leben und Werk der Dichterin.
Inzwischen haben mehrere Zeitungen, darunter die renommierte "Preußische Allgemeine", Artikel über die merkwürdigen Vorgänge in Münster veröffentlicht.
"Agnes Miegel - Ihr Leben, Denken und Dichten von der Kaiserzeit bis zur NS-Zeit" (Herausgeberin: Dr. Marianne Kopp) ist das bisher fundierteste und umfangreichste Werk zu dieser Thematik. Prof. Dr. Paul Leidinger schreibt in seinem Geleitwort zu diesem Band: "Die Agnes Miegel vielfach vorgehaltene Nähe zum NS-Staat und ihrem Führer wird in den vorgelegten Aufsätzen auf eine ganz unaufgeregte, subtile und substantielle Weise vorgestellt, im zeitlichen Zusammenhang erklärt und prinzipiell widerlegt."
Der Mitarbeiter der LWL-Literaturkommission Dr. Steffen Stadthaus will keine Empfehlung für eine Umbenennung von Agnes-Miegel-Straßen gegeben haben
Anders als Zeitungen und Teilnehmer berichteten, will Dr. Steffen Stadthaus von der Literaturkommission des LWL bei einer Tagung zu Straßennamen unter dem Titel "Fragwürdige Ehrungen" am 12. Juli 2011 in Münster keinerlei Empfehlung für eine Umbenennung von Agnes-Miegel-Straßen gegeben haben. Das war das Ergebnis einer e-mail-Anfrage vom 30.8.2011. Frühestens Anfang 2012 soll ein Tagungsband mit der "verschriftlichten" Fassung des Referates erscheinen. Bis dahin will sich Stadthaus über die für sein Referat zu Agnes Miegel verwendeten Quellen und Unterlagen in keiner Weise äußern. Eine kritische Analyse und etwaige Korrekturen sind damit praktisch unmöglich. Die international wohl bedeutendste Miegel-Expertin Frau Dr. Marianne Kopp aus Stadtbergen hatte Stadthaus frühzeitig ihre Mitarbeit angeboten. Bis jetzt (Oktober 2011) hat sich Stadthaus - laut Marianne Kopp - nicht einmal bei ihr gemeldet. Das macht wenig Hoffnung auf eine wissenschaftlich fundierte und ausgewogene Darstellung des Themas.
Unwissenschaftlicher Lexikonbeitrag
Der Beitrag zu Agnes Miegel im "Lexikon Westfälischer Autoren und Autorinnen 1750-1950", im Internet veröffentlicht von eben jener Literaturkommission des LWL, zeigt ebenfalls die völlig einseitige Sichtweise der Kommission. Der Satz, Agnes Miegel sei "von den Nationalsozialisten vielfach geehrt worden", hat keinerlei Aussagekraft, da die Dichterin auch im Kaiserreich, während der Weimarer Republik und in der Bundesrepublik Deutschland mit höchsten Auszeichnungen bedacht wurde. Die Behauptung, sie habe sich öffentlich immer wieder zum NS-Staat bekannt, ist nachweislich falsch. Das Gegenteil ist richtig: Die Dichterin hat zu keinem Zeitpunkt die Wesenszüge nationalsozialistischer Ideologie erkennen lassen. Ein Bekenntnis zum NS-Staat, erkennbar an etwaigen antisemitischen oder rassistischen Äußerungen - existiert weder in ihren Werken noch in ihrer Korrespondenz. Sie hatte einen jüdischen Freundeskreis. Auch hat sie hat nie gegen politisch Andersdenkende agitiert. Ihr Verhalten war stets von tiefer Menschlichkeit und Toleranz geprägt. Bei den immer wieder hochgespielten wenigen "Weihegedichten" an den Führer handelte es sich um Auftragsarbeiten der NS-Diktatur mit vorausgesetzten Ergebenheitsadressen an den Diktator. Die Dichterin konnte sich solchen Aufträgen nicht verweigern, ohne schwerste persönliche Konsequenzen befürchten zu müssen. Zusammenfassend läßt sich festhalten, daß der Beitrag zu Agnes Miegel im "Lexikon Westfälischer Autoren und Autorinnen" nicht über das Niveau des unwissenschaftlichen Laienlexikons "Wikipedia" hinausreicht, falsche Aussagen enthält und von erschreckender Einseitigkeit geprägt ist. Inzwischen hat sich bei der Literaturkommission offensichtlich die Einsicht durchgesetzt, daß man hier ausgemachten Unsinn verzapft hat - die o. g. Seite des Lexikons Westfälischer Autorinnen und Autoren ist seit November 2011 auf wundersame Weise verschwunden, d. h. nicht mehr aufzurufen. Den ursprünglichen Beitrag kann man sich hier noch einmal als PDF-Dokument ansehen.
Wissenschaftliches Arbeiten sieht anders aus: Historiker aus Münster berufen sich in ihrem Urteil über Agnes Miegel auf einen äußerst umstrittenen Journalisten
Die jetzt auch im Internet veröffentlichten "Stammblätter zu Straßennamen" welche als Grundlage für die Statements der Münsteraner Historiker Prof. Hans-Ulrich Thamer und Prof. Alfons Kenkmann dienten, greifen bei ihrer "Historischen Einschätzung" vor allem auf das Kulturlexikon zum Dritten Reich des Journalisten Ernst Klee (veröffentlicht 2007) zurück. Sein Buch wurde von der Kritik als "geistiges Armutszeugnis" verrissen. Die Welt schreibt in einer ausführlichen Rezension vom 2.3.2007 u. a.: "Dieses Buch ist mehr als ein Ärgernis. Es ist ein geistiges Armutszeugnis, ein Skandal und eine Schande .... Ein Skandal für den S. Fischer Verlag, der dieses Machwerk im Grunde sofort einziehen und radikal revidieren lassen müßte .... Lang ist die Liste gravierender Mängel, etwa im Bereich der Germanistik. Sie zeugen von profunder Unkenntnis der Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge." Vernichtender kann eine Buchkritik nicht sein. Es ist völlig unverständlich, daß die Münsteraner Wissenschaftler sich bei ihrer Arbeit auf ein solches "Machwerk" berufen. Dagegen werden die oben genannten, sehr fundierten Abhandlungen, welche Agnes Miegel in einem positiven Licht sehen, überhaupt nicht berücksichtigt. Diese Vorgehensweise ist ein Skandal und wohl nur durch eine Vorgabe zu erklären, daß am Ende unbedingt eine Empfehlung "pro Umbenennung" stehen sollte. Die Aussagen der Herren Kenkmann und Thamer über Agnes Miegel zeigen des weiteren eine Vielzahl von inhaltlichen Fehlern, die Auslassung wichtiger Fakten, eine mangelhafte Kenntnis des Werkes der Dichterin und insgesamt eine tendenziöse, völlig einseitige Darstellung.
Kenkmann und Thamer in der Kritik (PDF-Dokument zum Ausdrucken)
Münster: Straßennamen-Gutachter Kenkmann und Thamer üben Bürgerschelte
Nachdem ihre Empfehlungen für Umbenennungen des Hindenburg-Platzes oder der Agnes-Miegel-Straße auf weitgehende Ablehnung stoßen, greifen die Gutachter Alfons Kenkmann und Hans-Ulrich Thamer nun die "widerspenstige" Bevölkerung an. Die Nerven scheinen bei Kenkmann und Thamer bereits blank zu liegen - bevor ihr Gutachten überhaupt veröffentlicht ist. Die Online-Ausgabe der Münsterschen Zeitung berichtet am 22.6.2011 wie folgt: Beide hoffen, daß ihre Empfehlungen in der Politik und bei den Bürgern Gehör finden. Doch wenn es nicht so wäre, "dann müßte man schon den Umgang der Menschen mit neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen hinterfragen", sagt Thamer. Und Kenkmann: "Ich finde das Beharrungsvermögen der Menschen interessant. Das sollte man auch mal untersuchen." Daß die beiden Wissenschaftler letzten Endes gerade für die Bürger tätig sind, und sie keinerlei Recht haben, diese für unmündig zu erklären, scheint ihnen offensichtlich entgangen zu sein. Die Agnes-Miegel-Gesellschaft in Bad Nenndorf wird die Aussagen des Gutachtens zu Agnes Miegel jedenfalls kritisch überprüfen - schließlich gelten weder Kenkmann noch Thamer als ausgewiesene Miegel-Kenner.
Umbenennung
von Agnes-Miegel-Straßen 2011 überall gescheitert
Hinzuweisen ist darauf, daß seit Februar 2011 alle Versuche, Agnes-Miegel-Straßen umzubenennen, gescheitert sind. Beispiele sind Mainz-Finthen, Sankt Augustin, Bergkamen-Oberaden, Gronau, Goslar-Hahndorf, Bergisch Gladbach-Refrath, Bohmte, Söhlde, Herzberg, Bad Essen und Ostercappeln, wo sich die Stadt- und Gemeinderäte gegen die Umbenennung entschieden haben. In Hildesheim-Ochtersum, Braunschweig und Edewecht-Friedrichsfehn sprachen sich die Anwohner einstimmig oder mit sehr deutlicher Mehrheit gegen eine Umbenennung aus. Eine Meinungsumfrage der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung (Dezember 2010, Januar 2011) erbrachte eine überwältigende Mehrheit gegen die von linken Gruppen geforderte Straßenumbenennung in der niedersächsischen Großstadt. Die Zeitung berichtete in ihrer Ausgabe vom 7.1.2011 ausführlich über das Thema. Auch in Hildesheim, Braunschweig oder Edewecht wird es also aller Voraussicht nach keine Straßenumbenennung geben.
Die große Mehrheit der Bevölkerung der Stadt Warendorf ist gegen eine Umbenennung des Agnes-Miegel-Weges. Das ergab eine Internet-Umfrage der Westfälischen Nachrichten. Danach votierten über 65 % der Bürger für die Beibehaltung des Straßennamens.
Einzig in Celle wurde 2011 noch eine Umbenennung auf der Basis eines zweifelhaften Gutachtens, gegen den Willen der Anwohner und entgegen dem Referenz-Gutachten der Agnes-Miegel-Gesellschaft durchgesetzt.
Der wachsende Widerstand der Bürger gegen solche ideologisch motivierten Umbenennungsversuche ist auch an den Internet-Kommentaren zu Presseartikeln deutlich abzulesen.
Mit großem Raffinement erwecken linke und linksradikale Gruppen im Internet den Eindruck, Agnes-Miegel-Straßen seien in vielen Orten bereits umbenannt. In den meisten Fällen stellt sich bei näherer Betrachtung der Internet-Seiten heraus, daß Antifa-Gruppen dort lediglich "symbolische" Umbenennungen durch Überkleben der Straßenschilder mit anderen Straßennamen durchführten. Mit wenigen Ausnahmen folgten die betroffenen Städte und Gemeinden nicht der Propaganda dieser Gruppen, der Straßenname blieb bestehen.
Wie Antifa, Autonome und linke Gruppen vielerorts gegen die bedeutende ostpreußische Dichterin Agnes Miegel agitieren, lesen Sie hier:
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